Einführung Sparen

Wie schon im Blogeintrag 001: Es ist unerheblich für das Wachstum des eigenen Vermögens, ob man 1000€ oder 8000€ verdient, wenn man 100% vom Gehalt für Dinge ausgibt, die einem A nicht weiter bringen und B schnell an Wert verlieren.

Die Konsumspirale

Wie schafft man es am Ende des Monats noch Geld übrig zu haben? Durch Sparen. Keine große Hexerei. ABER: Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Medien suggerieren uns, dass wir dauernd neue Produkte kaufen müssen, die wir unbedingt für unser Leben brauchen:

  • Wir brauchen unbedingt das neueste Handy. Es reicht uns nämlich nicht unser jetziges mit dem Fingerabdruck zu entsperren. Nein, wir müssen das natürlich auch mit unserem Gesicht machen können. Das neue Handy kostet zwar 100€ mehr, aber was sind schon 100€?
  • Uns reicht nicht eine Jean für 50 €, wir brauchen eine die mindestens 100 € kostet. Dafür ist auch ein schönes 2×2 cm Logo drauf. Und wie praktisch: Die Sonnenbrille die sonst 250 Euro kostet, ist jetzt um 25% reduziert, da muss man gleich zuschlagen. Dafür gibt’s dann auch Komplimente von Freunden.
  • Selbstverständlich kann man sich mit diesem schönen Handy, der coolen Sonnenbrille und der Markenjeans nicht in ein altes, gebrauchtes Auto setzen. Wir brauchen ein Neues. Das können wir uns als junge Erwachsene in der Regel nicht leisten, aber kein Problem, wofür haben Banken denn diese praktischen „Finanzierungsmöglichkeiten“ geschaffen?
  • Jetzt haben wir unseren super schönen Neuwagen. Den können wir aber nicht, so wie unser Fahrrad, auf der Straße parken. Viel zu schön, um von einem Betrunkenen aus Neid in der Nacht zerkratzt zu werden. Wir brauchen eine Garage. Aber was sollen wir mit einer Garage, wenn wir doch auch gleich ein Haus, mit einer Garage, mieten oder kaufen können. Und wenn wir uns schon ein Haus mieten/oder kaufen, dann gleich ein größeres. Kann ja sein, dass in 5 oder 10 Jahren Kinder dazu kommen. Momentan gibts zwar nichtmal eine Partnerschaft, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Natürlich. Dieses Beispiel ist übertrieben. Gott sei Dank nimmt das Bedürfnis nach Konsum nicht bei allen solche Ausmaße an. Dies ist nur ein Extrembeispiel, welches zeigen soll wie schnell man in diese „Konsumspirale“ gerät.

Macht uns Konsum wirklich dauerhaft glücklich?

Aber warum machen wir das? Geht es uns wirklich besser mit einem Handy das sich entsperrt wenn wir in die Kamera lächeln? Trägt sich die Markenjeans besser als eine andere? Fahren wir mit dem neuen Auto, auf der Autobahn, schneller als bisher?

Ich würde all diese Fragen mit „Nein“ beantworten. Für mich sind die schönsten Erlebnisse die, die gratis oder billig sind: Ein Abend mit Freunden, eine Wanderung, Zeit mit der Familie oder mit meiner Freundin zu kochen.

Und trotzdem: Viele kaufen mit Geld, das sie nicht haben, Dinge, die sie nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich bin kein Frugalist (dazu in einem anderen Blogbeitrag). Natürlich soll sich jeder Mensch, in seinem Leben, was gönnen und nicht die ganze Zeit darauf achten möglichst viel zu sparen.
Selbstverständlich darf man mal gut essen gehen, oder einen teureren Urlaub machen. Logisch: man kann und darf auch ein gutes Smartphone haben und muss sich nicht mit einem alten Tastenhandy plagen, aber ist es wirklich notwendig alle zwei Jahre ein neues Handy zu kaufen, oder ein teures neues Auto zu haben? Ich denke nicht.

Viele kaufen mit Geld, das sie nicht haben, Dinge, die sie nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen.

Tyler, Fight Club

Unbequeme Wahrheit

Auch wenn das vielen offensichtlich vorkommt, ist es essentiell, sich eines klar zu machen: Wohlstand kann sich der Großteil der Bevölkerung nur durch KonsumVERZICHT ermöglichen.
Kaum jemand wird ein irrsinnig hohes Gehalt haben, oder gar beim Lotto spielen gewinnen. Deshalb ist Sparen, für die meisten, das Wichtigste auf ihrem Weg zu finanziellen Unabhängigkeit. Man muss bereit sein zu verzichten.

Wenn Du das komplett anders siehst, fürchte ich, dass du bei diesem Blog falsch bist. Eine Absolution für impulsiven und andauernden sinnlosen Konsum wird es hier nicht geben.
Falls du die Dinge aber ähnlich siehst, freut es mich wenn du den Blog weiter verfolgst.

Das wars auch schon wieder mit dem Blogeintrag. Ich hoffe für dich war etwas Neues dabei. Bis zum nächsten Mal!



15 Gedanken zu “Einführung Sparen

  1. „Ich bin kein Frugalist (dazu in einem anderen Blogbeitrag). Natürlich soll sich jeder Mensch, in seinem Leben, was gönnen und nicht die ganze Zeit geizig sein.“

    Heißt das im Umkehrschluss, dass Deine Definition von Frugalist ‚Geizhals‘ ist?

    VG
    Sanna

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    1. Danke für diesen Kommentar.

      Die Formulierung war tatsächlich schlecht gewählt. Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass ein Frugalist geizig ist, nur jemand der sehr, sehr bedacht beim ausgeben von Geld ist.

      Ich habe die Wortwahl deshalb geändert und den Beitrag aktualisiert.

      Danke für deine wertvolle Rückmeldung! 🙂

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  2. Pingback: Frugalismus

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